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  • #beef18
  • Wofür lohnt es sich zu streiten?
    Wie wollen wir streiten?
    Und (wie) endet Streit?
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Workshops

  1. Streit MACHT Gemeinde, Oliver Schippers
  2. Wen interessiert denn heute noch die Bibel?, Konstantin Sacher
  3. BEEF zwischen Christentum und Rechtspopulismus, Arne Bachmann
  4. „Lügen um der Wahrheit willen!? Oder: Wie ich auf Facebook diskutieren kann ohne durchzudrehen!“, Tobias Faix
  5. Zwischenkulturen: Erwartungshaltungen und Konfliktlinien in der interkulturellen Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen., Lorenz Timnik
  6. Weiterentwicklung und der Konflikt mit mir selbst, Andrea Bekaan
  7. Zwiegespräch, Stefan Olschewski
  8. Bei mir statt außer mir sein – der integrierende Weg der Körperarbeit, Sarah Dochhan
  9. Was ist EMERGENT?, Daniel Hufeisen
  10. BEEF zwischen Staat und Kirche: Christ*innen in der DDR, Rainer Müller

Streit MACHT Gemeinde

Oliver Schippers, Leiter der Natürlichen Gemeindeentwicklung in Deutschland und Österreich, Gemeinde-Coach und Moderator

Zum Leben gehört Konfrontation, Gegensatz – BEEF! Gemeinden sind Lebensräume, in denen gestritten wird. Hier treffen radikale Sichtweisen aufeinander.
Müssen diese Spannungen immer produktiv sein? Ist Vielfalt wirklich eine produktive Kraft? Muss Gemeinde Einheit durch versöhnte Unterschiede leben?
Gemeinde provoziert! – Wir werden wohl streiten?
In diesem Workshop geht es um Impulse, wie Gemeinde Radikale Balance in wesentlichen Bereichen fördern kann, um ein Raum zu sein, in dem Gott sich offenbart: als Schöpfer – als Jesus – als Geist!

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Wen interessiert denn heute noch die Bibel?

Konstantin Sacher, Theologe und Schriftsteller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systematische Theologie der theologischen Fakultät der Universität Leipzig

Wort Gottes, Heilige Schrift, Zeugnis des Glaubens, Historisches Dokument… Die Bibel ist so vieles. Doch haben alle diese Positionen die gleiche Berechtigung? Und: Warum sollte uns die Bibel überhaupt noch interessieren?
Immerhin: Es gibt auch viele andere Worte Gottes, Heilige Schriften, usw. Und: Die biblischen Texte sind hier in Deutschland immer weniger bekannt. Deutet sich darin das Ende des Christentums an? Gibt es Christen nur solange sie sich auf die Bibel beziehen?
Das sind alles große Fragen, die ich mit euch daraufhin zuspitzen möchte, den angemessenen Stellenwert und Gebrauch der Bibel im 21. Jahrhundert zu bestimmen und – natürlich – darüber zu streiten, ob man das nicht ganz anders sehen kann.

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BEEF zwischen Christentum und Rechtspopulismus

Arne Bachmann ist Studienleiter des Ökumenischen Wohnheims Heidelberg. Er unterrichtet Systematische Theologie an der Universität Heidelberg und schreibt seine Doktorarbeit über das Thema „Gastfreundschaft und Gemeinschaft”

Die letzten 30 Jahre waren gesellschaftlich eine Zeit, in der man scheinbar nicht viel grundsätzlich streiten musste: die liberale Demokratie mit multikultureller Gesellschaft war auf dem Vormarsch und wurde immer stärker zum unhinterfragbaren Modell der Politik. Die Zeit von Klassenkämpfen und Streitigkeiten, in denen große Ideologien aufeinanderprallten schien vorüber. Doch spätestens mit dem Brexit, der Wahl Trumps und dem Aufkommen des europäischen Rechtspopulismus scheint diese Zeit vorüber. Wir leben in einer Zeitenwende, in der die große Frage aufkommt: wie wollen wir eigentlich leben?
Wie wollen wir miteinander umgehen? Wie wollen wir mit Fremden umgehen? Nur haben wir verlernt zu streiten.

Der Worskhop will zunächst mal fragen, wie man diese Zeitenwende verstehen und einordnen kann. Dann möchte er nach der Rolle der Kirchen in diesen Prozessen fragen – wie deuten wir die Zeichen der Zeit auch geistlich? Was haben wir als Christen in dieser Zeit zu bezeugen? Um dann miteinander ins Gespräch zu kommen: wie lernt man neu wieder über die großen Fragen zu streiten? Welche Rolle spielt Feindesliebe darin? Wo müssen wir unerbittlich sein?

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„Lügen um der Wahrheit willen!? Oder: Wie ich auf Facebook diskutieren kann ohne durchzudrehen!“

Tobias Faix ist Professor für Praktische Theologie an der CVJM-Hochschule in Kassel und leitet dort den Master „Transformationsstudien: Öffentliche Theologie & Soziale Arbeit“.

Nirgends zeigt sich die Veränderung unserer Sprache und unseres Miteinanders in so anschaulicher Weise, wie in politischen und religiösen Diskussionen auf Facebook und anderen sozialen Medien. Um die eigene Meinung zu teilen, Aufmerksamkeit zu bekommen und eine bestimmte Richtung zu unterstützen ist scheinbar alles erlaubt. Wir wollen in diesem Seminar anhand von einigen Beispielen über Haltung und Ethik bei Onlinekommunikationen diskutieren. Grenzen ausloten und uns mit verschiedenen populistischen Richtungen beschäftigen.

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Zwischenkulturen: Erwartungshaltungen und Konfliktlinien in der interkulturellen Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen.

Lorenz Timnik ist 27, arbeitet in Berlin als Freizeitpädagoge mit geflüchteten Jugendlichen und studiert Theologie.

Wir debattieren über Fragen wie:

  • Wer muss sich eigentlich ändern/anpassen?
  • Wie viel Veränderungsdruck kann oder muss man sogar zumuten?
  • Welche Haltung nehme ich ein – in der Begegnung mit Geflüchteten, aber auch in der Begegnung mit Menschen, die sonst irgendwie „anders“ sind?

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Weiterentwicklung und der Konflikt mit mir selbst

Andrea Bekaan ist Psychologin, im Rahmen von Coaching und Supervisorin arbeitet sie häufig mit Personen, die in unterschiedlichen Konfliktsituationen stehen. Als Trainerin unterrichtet sie in virtuellen 3D Räumen hauptsächlich zu Themen rund um interkulturelle Kommuniktaion. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Schulkindern.

Veränderungsprozesse gehen meist mit Konflikten einher ob gesellschaftlich oder persönlich.

  • Wie gehe ich um mit Spannungen die entstehen wenn ich mich verändere und weiterentwickle?
  • Was geschieht dabei mit mir und mit meinem Umfeld?
  • Wie kann ich innere Konflikte gut steuern und für mich nutzbar machen?

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Zwiegespräch

Stefan Olschewski, 30 Jahre, Erzieher/Gemeindepädagoge und derzeit Student der außerschulischen Kunstpädagogik.

Geht das eigentlich? Ein Zwiegespräch mit Gegenständen und dem Raum zu führen?
Wir wollen uns gemeinsam mit Hilfe von Übungen aus der Performancekunst diesem Thema stellen. Dabei eigene persönliche Handlungen entwickeln, durchführen und die Räumlichkeiten vor Ort erkunden.

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Bei mir statt außer mir sein – der integrierende Weg der Körperarbeit

Sarah Dochhan, Soziologin und ev. Theologin mit Forschungsinteresse Spiritualität in der Spätmoderne, Yogalehrerin, Wortliebhaberin, Sehnsüchtige und Suchende (derzeit auch nach neuen Aufgaben ☺)

Eine gute Ausgangslage für eine Auseinandersetzung – so würde die Körperarbeit argumentieren – ist es, in gutem Kontakt mit sich selbst zu sein. Unser Körper vermag es, den unruhigen Geist und die aufwallenden Emotionen an die Hand zu nehmen, beide aus dem Was-alles-schon-war-und-alles-noch-sein-wird heraus hinein in eine integrierende Erfahrung des gegenwärtigen Seins zu führen. Was oder wer dort auf uns wartet, kann weder geplant noch erahnt werden; es geschieht uns schlichtweg. – Wir sprechen davon einen Körper zu haben; vielmehr sind wir ein Körper. Lasst uns diesen ureigenen Aspekt unseres Wesens als Menschen (neu) entdecken.

Bitte bring dich selbst ein paar Minuten früher in bequemer Kleidung und gesundem Zustand ohne vollen Magen mit.

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Was ist EMERGENT?

Daniel Hufeisen (36) war schon auf dem ersten Emergent Forum 2007 und leitet heute als Theologe den Begegnungsort FreiRaum in Berlin. Seine Interessen sind: Glaube, Gesellschaft und Gerechtigkeit – Gastfreundschaft, Gemeinschaft und Genuss.

Emergent? Was ist das überhaupt? Und warum ist das so umstritten?
Wir deuten die Gegenwart, tauchen ein in die Idee und Entstehung von Emergent Deutschland und diskutieren über Fragen, die entstehen, wenn Gegenwart, Glaube und Kirche aufeinandertreffen.
Ein Workshop für alle, die wissen wollen, wer und was hinter dem Emergent Forum steht und wie sie selbst Teil des »emergenten Dialogs« werden können.

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BEEF zwischen Staat und Kirche: Christ*innen in der DDR

Rainer Müller ist ein deutscher Historiker und Bürgerrechtler. Er gehörte in den 1980er Jahren zur Bürgerrechtsbewegung und zum organisierten Widerstand in der DDR.

In Leipzig wurde 1988/1989 Geschichte geschrieben: Dabei gab es viel Streit zwischen Staat und einer Opposition die sich unter dem Dach der Kirche bildete, Streit in der Kirche im Umgang mit unabhängigen Oppsoitionsgruppen. Menschen, die die Gesellschaft nachhaltig verändern wollten, legten sich mit einem scheinbar unveränderlichen System an.
Welche Konsequenzen ziehen die Pioniere von damals? Hat es sich gelohnt, zu streiten? Und wofür gilt es heute zu streiten?